Meyer Jacobson

Meyer Jacobson (geb. 1789 in Helmstedt, gest. 1877 in London) war der erste Ehrenbürger der Stadt Seesen (1851). Nach dem Tod seines Vaters, Israel Jaobson, war er langjähriger Kurator der Jacobsonschule (1828-1868). 

1850 erwarb Meyer Jacobson das Haus des Tischlermeisters und Instrumentenmachers Engelhard Steinweg. In diesem Haus eröffnete er 1852 eine Waisenanstalt. Es bestimmt, dass Waisen aller Konfessionen aufgenommen werden sollten. In manchen Fällen sorgte der Stifter auch noch für eine weitere Ausbildung von Zöglingen. Gemeinsam mit seiner Frau, Henriette Ries, besuchte Meyer Jacobson die Schule in Seesen regelmäßig und ließ sich von deren Fortschritten durch längere Aufenthalte vor Ort überzeugen. Sowohl seine Frau, als auch er wurden im Garten der ehemaligen Waisenhausschule auf eigenen Wunsch beigesetzt. Die sterblichen Überreste des Paares wurden Ende der Dreißiger Jahre auf den Jüdischen Friedhof in Seesen umgebettet.

Die heutige Jacobsonstraße in Seesen ist nach Meyer Jacobson benannt.