Jüdischer Friedhof Seesen
1805 kaufte Israel Jacobson am Nordhang des Hasseberges ein Gelände zur Einrichtung eines Jüdischen Friedhofs. Hier fanden von 1836 bis 1963 Bestattungen statt. Heute sind etwa 100 Grabsteine erhalten. Auf dem Friedhof (heute Dehnestraße) befinden sich die Grabstätten der im 19 Jahrhundert in Seesen und Umgebung ansässigen jüdischen Familien sowie einige auf Durchreise verstorbener Juden.
Für die Lehrer der Jacobsonschule, deren Bedienstete und Familien, gibt es ein eigenes Areal mit Gräbern auf der Hügelkuppe.
Der jüdische Friedhof in Seesen ist im Wesentlichen ein Friedhof des 19. Jahrhunderts und spiegelt die Wandlung der Juden in Deutschland hin zu Bürgern jüdischer Konfession deutlich wider. Seit im Jahre 2008 der Friedhof nach dreijährigen, intensiven Restaurierungsarbeiten wieder geöffnet ist, bietet er Zugang und Ansicht auf fast alle seiner Grabmale: Umgestürzte Steine wurden aufgerichtet und gesichert, zerbrochene Steine wieder zusammengefügt.
Eine Dokumentation der Gräber wurde in einem Buch "Haus der Ewigkeit - Der Jüdische Friedhof in Seesen" durch Joachim Frassl festgehalten und im Jahr 2013 durch Unterstützung der Stadt Seesen und dem Jacobson Gymnasium Seesen veröffentlicht. In dem Buch sind u.a.101 Gräber und Namen mit Kurzbiographien aufgeführt. Das Buch ist im Kulturbüro der Stadt Seesen käuflich zu erwerben.